Tajo

Tajo
Tajo
 
['taxo] der, portugiesisch Tejo ['tɛʒu], längster Strom der Iberischen Halbinsel, 1 007 km, Einzugsgebiet rd. 80 000 km2 (zwei Drittel davon in Spanien); entspringt in rd. 1 800 m über dem Meeresspiegel am Westhang der Montes Universales (Sierra de Cuenca, Iberisches Randgebirge), durchfließt nach seinem Austritt aus dem Gebirge in westlicher Richtung das Tajobecken zwischen dem Kastilischen Scheidegebirge im Norden und den Montes de Toledo im Süden sowie die Fastebene der nördlichen Extremadura. Westlich der spanisch-portugiesischen Grenze bei Monte Fidalgo durchbricht er in engem Felstal die Süd-Ausläufer der Serra do Moradal und durchfließt unterhalb von Abrantes das untere Becken des Tajo. Der Tajo mündet mit breitem, birnenförmigem Trichter (Mar de Palha, »Strohmeer«), der sich unterhalb von Lissabon zum rd. 13 km langen »Canal do Rio Tejo« (auch »Canal de Almada«) verengt, in den Atlantischen Ozean. Die sehr unregelmäßige Wasserführung des Tajo wird ausgeglichen durch zahlreiche Stauseen (Überjahresspeicher), die zur Elektrizitätsgewinnung sowie im Tajobecken, in der Extremadura und entlang des portugiesischen Unterlaufs zusätzlich für Bewässerungskulturen genutzt werden.
 

Universal-Lexikon. 2012.


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